Tarik, 5 Jahre
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Krieg um Kekse und Co.

Das ist "MEINS"

Soziales Verhalten ist nicht angeboren – das merken Eltern regelmäßig, wenn die lieben Kleinen teilen sollen.
Da werden Sckokolade, Kekse, Gummibärchen oder Spielzeug häufig zum Gegenstand teilweise sogar handfester Auseinandersetzungen zwischen dem Nachwuchs.

Doch wie lernen Kinder, ihr „Hab und Gut“ auch einmal Gleichaltrigen zu gönnen oder einen der begehrten Schokokekse ihrem sonst so lieben Spielkameraden abzugeben?

Wann Lernen Kinder teilen?

Entwicklungspsychologen wissen, dass Kinder im Alter von ein bis drei Jahren noch nicht in der Lage sind, wirklich zu teilen. In diesem Alter glauben sie, dass Dinge ihnen nicht nur gehören, sondern zu Ihnen gehören. Das wird vor allem deutlich, wenn Spielgefährten im Kinderzimmer zu Gast sind – oft werden sie nicht nur misstrauisch unter die Lupe genommen, sondern auch mit lautstarkem Geheul oder Gerangel davon abgehalten, das eigene Spielzeug zu benutzen.

Wichtige Erfahrungen

Kinder lernen ihre Grenzen kennen, ihre Wünsche durchzusetzen und auch einmal zurückzustecken. Eltern sollten daher so wenig wie möglich in einen Streit eingreifen. Und wenn es doch einmal nötig wird, sollte ihre Rolle die des unparteiischen Vermittlers sein. Auch, wenn die Streitereien im Kinderzimmer manchmal heftig wirken, bedeutet das nicht, dass die Kinder sich nicht leider können. Häufig ist der Zwist nach kurzer Zeit vergessen und das Spiel wird ungetrübt und friedlich fortgesetzt.


Bis etwa zum dritten Lebensjahr sind Kinder nicht in der Lage, sich in ihre Spielkameraden hineinzuversetzen.

„Teilen" bedeutet für sie verlieren – und Verluste können sie in diesem Alter selten und, wenn überhaupt, nur sehr schwer ertragen. Es nutzt daher nicht viel, Kinder zum Teilen zu zwingen. Sie müssen selbst erkennen und verstehen, dass kein Spiel zustande kommt, wenn sie ihre Sachen nicht hergeben, oder, dass das Gegenüber traurig ist, wenn es kein Bonbon abbekommt. Diese Entwicklung hin zu einem sozialen Verhaltens ist ein mühsamer und lange andauernder Prozess.

Bei ihrem vier- bis fünfjährigen Nachwuchs können Eltern jedoch immer öfter beobachten, dass sie sich großzügiger verhalten. Meist scheint es so, als wägen die Kleinen Vor- und Nachteile ihrer Freizügigkeit ab. Auch, wenn noch ein wenig Unwillen zu erkennen ist, sind sie nach längerem Zögern plötzlich doch bereit, Spielsachen und Süßes zu teilen. Schließlich erkennen sie auch, dass es vielmehr Spaß macht, gemeinsam zu genießen. Die Lieblingspuppe oder das rote Feuerwehrauto bleiben jedoch noch lange Zeit tabu – und das selbst für gute Freunde.

(Quelle: http://www.fibie.de/)

 


 

 
 
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